Weg für digitale Branchenlösung geebnet

Bei Anika Degenhard, Leiterin Standardisierung des DCC. Foto: die möbelindustrie
So hat das Daten Competence Center e. V. (DCC) eine standardisierte digitale Lösung entwickelt, getestet und veröffentlicht. Dank abgestimmter EDI-Transportformate können Unternehmen nun effizient mit der Umsetzung beginnen. „Die EUDR-Verordnung stellt hohe Anforderungen, doch mit der neuen digitalen Lösung können Unternehmen ihre Prozesse erheblich optimieren“, erklärt Anika Degenhard, Leiterin Standardisierung beim DCC. In einer Mitteilung plädiert der Verband dafür, sich dringlich um die Angelegenheit zu kümmern: „Nach Verschiebung des Einführungstermins um ein Jahr muss die Umsetzung der EU-Verordnung bis Ende 2025 in allen Unternehmen erfolgt sein. Die verbleibenden zehn Monate sind kurz, die Aufwände gewaltig.“
EDI-Formate final veröffentlicht
Nach intensiven Abstimmungen mit IT-Spezialisten und Branchenstandards wie GS1 hat der DCC-Arbeitskreis die datentechnische Umsetzung in einer Beta-Version entwickelt. Diese Arbeiten sind nun abgeschlossen, und die finalen EDI-Transportformate stehen allen Akteuren der Möbelindustrie kostenfrei auf der DCC-Website zur Verfügung. Damit ist die vollständige Datenbereitstellung und -übertragung zur Erfüllung der EUDR-Pflichten sichergestellt.
Die Formate ORDRSP (Bestellbestätigung), ORDRSP-AVIS (Lieferavis) und DESADV (elektronischer Lieferschein) in Version 3.1 für Küche/Bad und 1.1 für Living ermöglichen die nahtlose digitale Verarbeitung von EUDR-relevanten Erzeugnissen entlang der gesamten Lieferkette. Unternehmen können nun ihre Warenwirtschafts- und ERP-Systeme problemlos anpassen.
Integration des Digitalen Produktpasses (DPP)
Parallel zur EUDR-Integration wurde eine Schnittstelle zum Digitalen Produktpass (DPP) geschaffen. Über ORDRSP enthaltene Links ermöglichen eine zukunftssichere Datenübertragung und unterstützen Pilotprojekte zur digitalen Produktverfolgung.
Branchenweite Standardisierung als Schlüssel zur Umsetzung
Die Standardisierung vermeidet laut DCC kostenintensive individuelle IT-Lösungen und macht papierbasierte Dokumentation überflüssig. „Die weitere prozesstechnische Umsetzung liegt nun in der Verantwortung der Wirtschaftspartner in der Lieferkette. Die EDI-Transportformate schaffen dabei ein regelkonformes Fundament für eine effiziente und nachhaltige EUDR-Umsetzung.“